Die Deutsche Bahn
„Sänk ju for träwelling wiss Deutsche Bahn“
– wer Linux nutzt,
kommt derzeit nicht so einfach an passende Tickets, an deren Ende die berühmte Ansage steht. Seit Ende vergangener Woche häufen sich Berichte Betroffener, dass sie auf der Webseite der Deutschen Bahn mit Fehlermeldungen konfrontiert werden, die sie unter Bot-Verdacht stellen und die das Weitersuchen oder eine Ticketbuchung verhindern.
Das lässt sehr tief blicken, wieviel Geld für Lizenzkosten gezahlt werden muss.
Gerade die deutsche Bahn sollte doch ein Konzern sein, der mit Linux Kosten einsparen kann. War da nicht eine Ansage der neuen Bahnchefin?
Wäre schon interessant, wieviel Geld die Bahn an MS pro Jahr zahlen muss und wieviel eingespart werden könnte. Die ganzen Auskunftssystem laufen doch schon komplett im Browser, also braucht es da kein Windows mehr. Die Anzeigetafeln etc. sollten doch auch einfach portierbar sein. Am Ende würden vielleicht immer noch ein paar Lizenzen für Manager anfallen, die nicht anders können. Aber der Großteil der System sollte doch unabhängig von MS Windows laufen.
Wer nun nicht unbedingt spontan das Betriebssystem wechseln mag, kann sich durch Setzen des User-Agents im Browser behelfen. Wer dort „Linux“ durch „Windows“ ersetzt, erhält doch wieder Einlass und kann sich eine Verbindung auf der Bahn-Webseite suchen und sie auch buchen. Der Gegentest lässt tief blicken. Verpasst man einem Firefox unter Windows 11 eine Linux-Kennung, tritt das Verhalten auch unter Windows auf. Der Support schlägt unter Umständen den Wechsel auf Chrome vor, aber auch da: Aussperrung, sofern „Linux“ im User-Agent enthalten ist, der Tipp hilft nicht. Das lässt sich sogar mit Safari unter macOS provozieren.
Die DB scheint von jeder Art Netz überfordert zu sein. Erschreckend ist jedoch die technische Inkompetenz. Wieviel Neuland braucht man, um das OS im UserAgent als Ursache zu "erkennen" und sich so was als Lösung auszudenken?
Und auf solch einer lausig programmierten Webseite soll ich meine Kontodaten eingeben ? Never ...
